Versuchsanordnung:
1. Reisgries herstellen. So: Reis in einer Pfanne ohne Öl braun rösten und dann im Mörser zerstoßen. Wahrscheinlich ist mit „Reis“ keine Mischung aus Natur- und Wildreis gemeint, egal, insbesondere der Wildreis gibt sich störrisch, am Ende hat man aber trotzdem halbwegs tauglichen Gries. Wir benötigen zwei Esslöffel.
2. 500 g in kleine Würfel geschnittenes Hühnerfleisch (angeblich funktioniert es auch mit Schwein und Rind, dann heißt das Gericht aber Larb Moo beziehungsweise Larb Nua. Ich hielt mich ans Hähnchenbrustfilet) mit vier (in meinem Fall riesigen) fein gehackten Frühlingszwiebeln und drei in dünne Scheiben geschnittenen Schalotten kurz in wenig Öl anbraten. Mit einer halben Tasse Hühnerbrühe (ich nahm den Brühwürfel aus dem Ökoladen, selbst gemacht schmeckt’s wahrscheinlich besser, aber, ach!) ablöschen. Würzen: mit je einem kleinen Bund Minze und Koriander (jeweils fein geschnitten), einer halben getrockneten Chilischote (ebenfalls fein geschnitten. Was soll ich sagen: Man schmeckte sie raus, aber höllisch scharf war’s nicht. Eine ganze Schote wäre vielleicht besser gewesen), drei bis vier Zitronenblätter (zwischen den Fingern mehr oder weniger zerkleinert), dem Saft einer halben Limette, eineinhalb Esslöffeln thailändischer Fischsauce und ein bis zwei Esslöffeln Chilipulver. (Eigentlich sollte auch noch eine klein geschnittene Stange Zitronengras rein, die ich auch besorgt, dann aber vergessen habe.) Reisgries zugeben. Köcheln, bis das Fleisch durch ist.
3. Mit Reis (authentisch wäre Klebereis, ich nahm die bereits erwähnte Mischung aus Natur- und Wildreis) servieren.

Ergebnis: Optisch ging das gar nicht. Sah aus, als hätte ich Fleisch und Zwiebeln in Spülwasser geworfen. Geschmacklich aber durchaus spannend: eine Mischung aus sauer und scharf, tricky. Nachwürzen muss man praktisch gar nicht, trotz des Verzichts auf Salz. Das nächste Mal vergesse ich das Zitronengras nicht und traue mich an mehr Chili, dann wird das. Für die Optik vielleicht: ein paar kurz angebratene Schnitte roter Paprika?

Gesamtnote: 2

26. Juni 2010 · Kommentare deaktiviert für Ästhetik des Scheiterns (1): Schweinefleisch mit Bratreis · Kategorien: Ästhetik des Scheiterns · Tags: ,

Versuchsanordnung:
1. Gehackten Ingwer (im Rezept stand 1 Esslöffel, ich nahm deutlich mehr), 100 ml Sherry (das Rezept verlangte eigentlich chinesischen Kochwein) und 200 ml Hoisin-Sauce einige Minuten einkochen lassen. 400 g in Streifen geschnittenes Schweinefilet zugeben, ungefähr 5 Minuten braten, bis das Fleisch durch ist.
2. Währenddessen eineinhalb Tassen gekochten Jasminreis bereitstellen (laut Rezept funktioniert das mit jedem Reis, aber was gibt es gegen Jasminreis einzuwenden? Ich habe ihn mit ca. 1 Esslöffel Butter und einer Prise Salz gekocht). In 2 Esslöffeln Sonnenblumenöl (laut Rezept Erdnussöl, das ich aber nicht im Haus hatte) eine gehackte rote Chilischote (besser mehr, mein Ergebnis war alles andere als scharf) und sechs klein geschnittene Frühlingswiebeln eine Minute anbraten. Reis zugeben, u.U. ein wenig salzen. Rund 5 Minuten braten, dabei ständig umrühren.
3. 6 Stangen grünen Spargel (das Rezept verlangt Pak-Choi, allerdings war ich zu faul, zum Asiaten zu gehen, und auf dem Markt gab es keinen, also habe ich ein anderes längliches und grünes Gemüse genommen – Fehler!) ein wenig schälen und zum Reis geben. Weitere 3 Minuten unter Rühren braten.
4. Fleisch auf dem Bratreis anrichten. Mit Sojasauce am Tisch würzen.

Ergebnis:
Schmackhaft, überraschenderweise optisch sehr ansprechend. Ich nahm gerne Sojasauce, die Liebste verzichtete, ging beides. Größte Fehlerquelle war der Spargel: Man hätte ihn vor dem Anbraten kochen müssen, dann wäre er aber wahrscheinlich in der Pfanne mit dem Reis zerfallen. Oder hätte man ihn besser seperat servieren sollen? Am Besten wäre natürlich gewesen, man hätte doch irgendwo Pak-Choi besorgt. Oder, von mir aus, Mangold. Spinat wäre nicht gegangen, den mag die Liebste nicht. Aber Spargel, nee. Ebenfalls ein Problem: Sonnenblumenöl ist schlicht kein Erdnussöl, trotzdem funktionierte das Anbraten ganz gut. Und die Schärfe? Ließe sich ebenfalls noch optimieren.

Gesamtnote: 2,5