13. August 2010 · Kommentare deaktiviert · Kategorien: Bretter · Tags: , , , , , , ,

Foto: Jürgen Wittner

Ich kenne diese Installation schon. Das “White Bouncy Castle” von William Forsythe, Dana Caspersen und Joel Ryan tourt schon seit Jahren durch Europa, 1999 stand es im Bockenheimer Depot in Frankfurt, damals flog ich erstmals durch die überdimensionale Hüpfburg. Ein Wunder. Unbeschreiblich. Sobald man einen ersten Schritt macht, vom festen Boden aufs nachgiebige Luftkissen, durchströmt einen ein Glücksgefühl, anders kann man es nicht sagen.

Seit gestern steht die Hüpfburg in den Hamburger Deichtorhallen, bis Mitte September. Und gestern eröffnete in der Hüpfburg das Internationale Sommerfestival, ein uneingeschränkt empehlenswertes Theater-, Musik- und Politikfestival. Also, die Hüpfburg, wie in Frankfurt, eigentlich: Die gesamten Senatsempfangsanzugträger, die Canapé-Junkies, die Redenschwinger standen aggressiv und muffig im Eingang zur Burg, warteten darauf, dass die Security endlich den Zugang freigab. Und waren glücklich, vom ersten Moment auf dem Luftkissen an, hüpften, hüpften, flogen.

(Am späteren Abend zeigten noch die großartigen Nature Theatre of Oklahoma ihr Stück “Life and Times”. Vielleicht schreibe ich darüber ja auch nochmal was. Wenn ich vor lauter Festivalstress dazu komme, dieses Wochenende ist ja auch Dockville. Und nächste Woche gibt die New Yorker Big Art Group ihr sehr schönes Stück “The Sleep”, zu dem am Donnerstag im Anschluss ein Publikumsgespräch stattfindet. Moderiert von, äh, mir.)