C. mag Olli Schulz nicht. Weil: „Ich kenn‘ den noch, von damals, als er immer im Grünen Jäger aufgelegt hat, da war der Typ schon immer so unglaublich arrogant!“ Ach, ich verstehe C., ich mag Olli Schulz auch nicht, habe ich auch schonmal geschrieben: konventionell finde ich ihn, rockistisch, sterbenslangweilig. Zumindest, wenn er mit Band auftritt, die dann versucht, möglichst passgenau US-amerikanische Songstrukturen nachzubauen, der deutsche Springsteen.

Weil Olli Schulz aber vergangenen Montag im Knust ohne Band unterwegs war, ganz alleine mit Akustikgitarre, weil er hier Raum hatte, dem Publikum zu schmeicheln, Witze zu erzählen, die keine Witze waren, rumzudengeln und den Loser mit Herz zu spielen, schlicht: eine Art Mike Krüger ohne CDU-Parteibuch zu sein, deswegen war der Montag doch ein recht schöner Abend. Auch wenn Onkelz-Fans und Indiemädchen natürlich ein einfaches Feindbild sind, ein viel zu einfaches Feindbild.

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