Was ich hier mache? Ich schreibe. Ich schreibe sogar ziemlich viel, zumindest macht das den Eindruck, aber man sollte sich nicht aufs Glatteis führen lassen: Journalismus funktioniert nicht so, dass ich im einen Monat wahnsinnig viel mache und im anderen kaum etwas, der funktioniert so, dass ich jeden Monat so ziemlich gleichviel mache, und manches landet dann erstmal auf Halde, bis es zwei, drei Monate später doch noch zu einer Veröffentlichung kommt – und da hat man dann eben den Eindruch, ich hätte bis zur Erschöpfung durchgearbeitet. Habe ich aber gar nicht.

Jedefalls habe ich gleich drei Interviews in der aktuellen Kultur//Hamburg geschrieben (alle nicht online). Einmal mit Bettina Stucky, als Schauspielerin neu im Ensemble des Hamburger Schauspielhauses, weswegen dieser Artikel mein Betrag zum Neustart ist. Eigentlich wollte ich die Intendantin Karin Beier sprechen, die konnte aber nicht, und im Nachhinein ist mir das ganz recht – erstens war Stucky eine ganz tolle Gespächspartnerin, und zweitens hat sich Beiers Schauspielhaus-Eröffnung nach einem mehr als tragischen Unfall auf unbestimmte Zeit verschoben, so dass ein Interview ein wenig fehl am Platze wäre.

Kultur//Hamburg: (…) Wird man beim neuen Spielplan schnell politisch?

Stucky: Schon. Ich finde immer gut, wenn Theater politisch ist. Ich finde auch, dass man sich verhalten muss, weil Nichtverhalten auch ein Verhalten ist. Gerade an einem Haus von so einer Größe ist es wichtig, dass man sagt: Hey, Moment! Es geht nicht nur darum, dass wir möglichst perfekt „Hamlet“ spielen!

Ebenfalls für Kultur Hamburg habe ich Hans-Jörg Czech gesprochen, dem neuen Chef des Altonaer Museums:

Kultur//Hamburg: Herr Czech, sagt Ihnen der Begriff „Quiddje“ etwas?

Hans-Jörg Czech: (lacht) Ja, der ist mir natürlich schon begegnet.

Und schließlich interviewte ich Christine Ebeling, Künstlerin und Aktivistin im Gängeviertel, das langsam aus den Schlagzeilen rutscht:

Kultur//Hamburg: Christine Ebeling, vor wenigen Wochen feierte das Gängeviertel den vierten Jahrestag seiner Besetzung. Wo steht das Gängeviertel heute?

Christine Ebeling: Wo es steht? (lacht) Immer noch zentral in der City.

Für Theater heute war ich mal wieder in Bremen. Und habe mir die dortige Premiere von Felix Rothenhäuslers Romandramatisierung „Schimmernder Dunst über ConyCounty“ (nach Leif Randt) angeschaut.

CobyCounty bleibt bei Felix Rothenhäusler ein utopischer Ort, eine mit Glitzer bestreute Fläche (Bühne: Evi Bauer), auf der die Figuren wie in Watte ihr Glück reflektieren: freundlich, sanft, leidenschaftslos. Auf Requisiten verzichtet Rothenhäusler nahezu völlig, gerade mal eine luxuriöse Espressomaschine wird manchmal auf die Bühne gerollt (guter Kaffee ist wichtig!), und ein riesiger Flachbildschirm, hinter dem sich hübsch durchchoreografiert vögeln lässt. Schattenseiten gibt es in CobyCounty nicht, allerdings auch keine Überlegungen, auf wessen Kosten dieses Wohlleben eigentlich möglich ist.

Für das uMag interviewte ich den Comiczeichner Reinhard Kleist und den Autor Tobias O. Meißner, die gemeinsam die Comicreihe „Berlinoir“ geschrieben haben:

uMag: Kann „Berlinoir“ denn nur in Berlin spielen?
Kleist: Absolut. Die Geschichte beruht ja auf der Geschichte der Stadt, ihrer wechselnden Herrschaftsformen, der Kultur, der Eigenart der Bewohner. Und sicherlich auch ihr ständig wechselndes Äußeres: Jeder Regierung hat hier ihre Spuren hinterlassen. Wir haben die Stadt gestaltet nach der Idee, wie sie aussehen würde, wenn Vampire sie erbaut hätten. Am Ende siegt die sterbliche Menschheit, und schon sieht auch die Stadt ganz anders aus. Eher wie eine Shopping Mall.

Außerdem gibt es im uMag einen Text über Sex. Beziehungsweise über HIV. Beziehungsweise über den UMgang der Kunst mit dem Komplex und weswegen wir uns da nich losmachen können.

Seit ich über Sexualität nachdenke, denke ich an den Grundssatz „Nur mit Kondom!“ Mir war klar, lange, bevor ich überhaupt das erste Mal Sex haben sollte, dass Sex gefährlich sein kann und dass man sich vor der Gefahr schützen muss, so gut es geht – und zumindest vor einer Übertragung mit HIV schützt man sich eben am wirkungsvollsten mit einem Kondom.

Noch ein weiterer Text im uMag beschäftigt sich mit Kunst. Und zwar geht es hier um die Fotografien von Jeff Wall, die ab 7. 11. in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen sind.

Ein einsamer Wanderer auf einer staubigen Straße. Er kommt aus dem ostanatolischen Dorf Arica Köyu, er nähert sich dem Istanbuler Vorort Mahmutbey, er sieht: eine verwilderte Wiese. Stromleitungen. Im Hintergrund eine Moschee, eine Autobahn, halbfertige, gesichtslose Wohnbauten, alles unter einem verhangenen Himmel. Der Ankömmling trägt: eine zu große Hose, ein weites Hemd, in einer ausgeleierten Sporttasche schleppt er wohl ein paar Habseligkeiten mit sich rum.

Und schließlich beschreibe ich noch eine schöne, spätsommerliche Bahnfahrt durch Mecklenburg-Vorpommern:

Jedenfalls, eine Frau redet, und am liebsten redet sie über Freundinnen, die nicht anwesend sind. Naziheike zum Beispiel, ein typischer Name in Rostock anscheinend, den kann ich hier einfach nennen, ohne dass irgendjemand sofort weiß, wer gemeint ist. Naziheike war mal mit Sandro zusammen, und Sandro ist jetzt wieder zurückgezogen zu Mutti, weil seine Frau ihn verlassen hatte. „Sandro fickt alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist“, na, da wäre ich auch nicht begeistert als Frau. Jedenfalls wohnt der jetzt im Souterrain bei Mutti in Lütten Klein, gemeinsam mit „seinem behinderten Bruder“, der aus Solidarität mitgezogen sei, und „noch so einem Typen aus der Band“, Rock ’n‘ Roll in Lütten Klein.

In der kulturnews habe ich ein bisschen rezensiert. Den neuen Film von Roman Polanski etwa, „Venus im Pelz“, Theater und devianter Sex, meine Themen:

Roman Polanski, großer aber leider auch alter Mann des Weltkinos, verfilmt ein Theaterstück von David Ives, anscheinend ohne während der vergangenen 50 Jahre ein einziges Mal zeitgenössisches Theater gesehen zu haben. Und dann bezieht sich dieses Stück auch noch auf Leopold von Sacher-Masochs Skandalnovelle „Venus im Pelz“, was angesichts der Tatsache, dass Polanski zuletzt immer häufiger in Gefilde der Altherrenerotik abdriftete, ebenfalls beunruhigt. Wenn man sich aber an den verstaubten Inszenierungsstil gewöhnt hat, stellt man fest: Alles gar nicht so schlimm.

Außerdem habe ich Viktor Jerofejews neuen Roman „Die Akimuden“ besprochen:

Jedenfalls erheben sich die Toten aus ihren Gräbern (respektive aus der Metro) und bevölkern die Hauptstadt, ein neuer Staat namens „Die Akimuden“ taucht auf der Weltkarte auf und nimmt erste diplomatische Beziehungen zu Moskau auf (was der US-Geheimdienst skeptisch beobachtet), ein hocherotisiertes Wesen namens Fink soll den akimudischen Botschafter aushorchen, und irgendwann bombardiert die russische Armee mehr oder weniger grundlos Sotschi, Putins touristisches Prestigeobjekt am Schwarzen Meer.

Und auch auf der Nachtkritik erschienen Kritiken von mir. Zunächst über „Der nackte Wahnsinn“ unter der Regie von Luk Perceval am Thalia Theater:

„Der nackte Wahnsinn“ wird jedenfalls erstmal: ziemlich lustig. Es gibt eine virtuose Slapstick-Szene, in der Regieassistentin Tini (Cathérine Seifert) mit den Tücken der Kulisse kämpft. Es gibt Kostüme, die Lisa Hagmeister in reines Bein und Victoria Trauttmansdorff in reinen Push-up verwandeln. Und es gibt eine sympathisch verzagte Figurenzeichnung, die das Klischee zwar andeutet, es aber nie ganz ausspielt.

Und dann noch über „Parzivalpark“ von Nina Ender und Stefan Kolosko auf Kampnagel:

Formal geht die Inszenierung dahin, wo es so richtig wehtut. Zu den Bildern einer Hirn-OP, die in Großaufnahme wieder und wieder über die Leinwand flimmern, zu einer heftigen Verquickung aus gewalttätiger Sexualität und Geburtsakt, an dessen Ende der 81-jährige Kuhlbrodt zwischen Enders blutigen Schenkeln auftaucht: „Mama!“ Es geht um Körper, und auch wenn die Medizin alles tut, um das Kreatürliche an diesem Thema zu verschleiern, bestehen Ender und Kolosko darauf, dass der Körper ejakuliert, blutet, kotzt.

Vergangenen Monat ist wenig passiert, hier, auf der Bandschublade. Kunststück, vergangenen Monat war ich ja mit den verehrten Kollegen auch damit beschäftigt, in der Nachbarschaft Les Flâneurs zum Laufen zu kriegen, da war wenig Zeit für leidenschaftliches Privatbloggen, und wirklich ein schlechtes Gewissen habe ich dabei auch nicht, Texte von mir gibt es ja weiterhin zu lesen. Wer beispielsweise einen längeren Artikel möchte, kann sich morgen die junge Welt kaufen, da gibt es nämlich meine Besprechung zur Ausstellung „Böse Dinge“ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. (Wer nichts kaufen will, kann natürlich auch einfach hier auf den Link klicken.)

»Böse Dinge« gewinnt dort einen unwiderstehlichen Reiz, wo Pazaureks Kategorien auf heutige Produkte angewandt werden: Plötzlich steht man auf einem Trödelmarkt des Grauens, starrt einen Flaschenöffner aus einer Tierpfote an (»Wunderliches Material«), eine Europalette aus Mahagoni (»Materialprotzereien«) und einen Aschenbecher in Form eines weiblichen Unterleibs (»Konstruktions­attrappen und Künstlerscherze«). Und mittendrin plötzlich etwas, das eigentlich als gelungenes Design anerkannt gilt, das aber ebenfalls vor Pazaureks strengem Blick nicht besteht: Philippe Starcks Alessi-Zitronenpresse »Juicy Salif«, die in die Kategorie »Unzweckmäßigkeiten« fällt. Tja.

Was mich allerdings wirklich in meinem Selbstverständnis irritiert, sind die Besucherzahlen auf der Bandschublade im Mai. Die sind nämlich gestiegen, im Vergleich zum April. Will sagen: Wenn ich nichts schreibe, kommen mehr Leser. Die freuen sich dann, Hurra, endlich nichts neues zum Lesen, und tummeln sich auf alten Texten. Dann lass‘ ich es doch am Besten gleich bleiben, oder?

1. umag porno Vor Jahren schrieben Carsten Schrader, Alexander Rolf Meyer und ich einmal ein Dossier namens „Generation Porno“ im u_magazine, dem Vorläufer des heutigen uMag – einen Text daraus, Alex‘ „Beziehungsweise Porno“, findet man heute noch im Netz. Die Recherchen zu diesem Dossier machten damals großen Spaß – aber ich fürchte, der Googler suchte gar nicht nach unseren journalistischen Frühwerken, sondern nach einem Porno, der in dem istrischen Urlaubsort Umag spielt. Oder?

2. linksgrüne medienverschwörung ist ein Kampfbegriff, der hauptsächlich von weit rechts verwendet wird, meist von Leuten, die auch von „Gutmenschen“ sprechen und von „Systempresse“. Was mich daran erinnert: Ich wollte ja mal einen Leitfaden schreiben, an welchen Floskeln man die Neunazis erkennt.

3. videos von frauen die sich splitternackt ausziehen Ja, das habe ich auch schonmal gehört, dass es sowas geben soll.

4. reinhard stuth senator Der CDU-Politiker Reinhard Stuth war kurzzeitig Kultursenator in Hamburg, und zwar für gut sechs Monate ab Sommer 2010, im in Auflösung befindlichen schwarzgrünen Senat unter Christoph Ahlhaus. Stuth machte den Job so unvorstellbar schlecht, dass er wohl in keiner politischen Koalition je wieder ein Ministeramt führen dürfte. Hoffentlich.

5. sophie rois nippelig Bitte? Nippelig? (Klingt eigentlich recht herzig, das. Ich hoffe, das ist nicht wirklich etwas schlimmes.)

6. rotkohl durcheinander rezept Ich würde den Rotkohl klein schneiden, kochen, Gewürze dazu, Flüssigkeit, vielleicht ein bisschen Wein und dann noch ein paar Kochbananen. Schon hat man ein großes Durcheinander. (In einem ähnlichen Kontext dürfte die Anfrage „rezept pfundfleisch“ enstanden sein.)

7. film gedreht im gängeviertel Fatih Akins „Soul Kitchen“ hat ein paar Szenen, die im Gängeviertel spielen: Die Hauptfigur wohnt da.

8. schorsch kamerun klug Ich würd‘ ja sagen: ziemlich.

Da kann die Selbstinszenierung noch so glamourös daherkommen: Blogging ist einfach over.

Da kann die Selbstinszenierung noch so glamourös daherkommen: Blogging ist einfach over.

Skandal! Schon den dritten Monat in Folge nachlassende Besucherzahlen auf der Bandschublade! Und dann alles Besucher aus solch unglamourösen Herkunftsorten wie Hamburg, Berlin und Flensburg! Irgendwie hat das keine Zukunft mehr, Blogging ist echt sowas von over, und sogar Mark ist der Meinung, dass Blogs im Grunde etwas sind, womit man eigentlich nichts zu tun haben will. Das muss aufhören, das macht einfach kaum noch Spaß, das macht sogar so wenig Spaß, dass ich jetzt schon meinen Monatsrückblick bastle, Tage vor dem Monatsende, okay, ein wenig hat das auch damit zu tun, dass ich gerade Zeit habe, währenddessen ich das kommende Wochenende und auch die Folgetage irre viel zu tun habe, und dann wäre schon Mai, und die Ironblogger sanktionieren ja ebenfalls sehr schnell, wenn man nicht schnell genug liefert … Wie dem auch sei. Im April gab es verhältnismäßig wenig Suchen nach dem unbekleideten Körper von Sophia Thomalla, das freut mich. Wie schon in den Vormonaten wurde nach „Sophie Rois nackt“ gesucht, aber für diesen Wunsch habe ich Verständnis, das ist okay. Bemerkenswert ist die mehrfache Suche nach „falk schreiber privattheatertage“, aber ich vermute, dass das meine momentane Praktikantin war, die ich beauftragt hatte, ein wenig zum Thema Privattheatertage zu recherchieren, also auch eher unspektakulär. Google ist auch nicht mehr, was es mal war, es muss echt mal was anders werden.

1. „wo auf den dockville tickets steht, dass ich fürs camping bezahlt habe?“ Gute Frage. Ich campe ja nicht, wenn ich aufs Dockville fahre, weil ich ein alter Mann bin, und alte Männer sind fürs Campen zu gebrechlich, außerdem habe ich ja ein bequemes Bett in Hamburg. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Tickets inclusive Camping eine andere Farbe haben als diejenigen, die ausschließlich Kunstgenuss ermöglichen.

2. „ist peter jordan ein schwabe?“ Klare Antwort: Nein. Jordan ist geboren und aufgewachsen in Dortmund, wurde an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg ausgebildet, spielte an Bühnen in Rostock, Bochum, Hamburg und Berlin und ist verheiratet mit der Schauspielerin Maren Eggert, die aus Hamburg kommt. Das ist alles voll unschwäbisch.

3. „die subversion der sexualität“ Hm, ja. Könnte man viel drüber schreiben, ich denke, diese Subversion muss man sich immer wieder neu erarebieten. Weil Sexualität ja eigentlich etwas total konventionelles ist, ich meine, selbst FDP-Wähler haben Sex. Und trotzdem auch subversiv, irgendwie. Ziemlich kompliziert, das ganze.

4. „peer steinbrück warum wählen“ Weiß ich, ehrlich, auch nicht.

5. „muss man sich als schauspielerin ausziehen“ Ja, muss man. Schon alleine, um das Kostüm anzuziehen, empfiehlt es sich, sich vorher auszuziehen. Duschen funktioniert auch besser, wenn man nackt ist. Oder Sex, wobei, da gibt es auch interessante Bekleidungsvarianten. Und manchmal ist es nicht die schlechteste Regieidee, wenn sich Schauspielerinnen (und Schauspieler) auf der Bühne ausziehen. Manchmal ist das auch eine doofe Idee. Mal so, mal so.

6. „wo steht das theater heute?“ In Hamburg steht eines am Hauptbahnhof, in der Kirchenallee. Und eines an der Binnenalster, Alstertor heißt die Straße. Über die Stadt verteilt gibt es aber noch mehr. In Berlin gibt es ganz spannende am Halleschen Ufer und am Rosa-Luxemburg-Platz, nur mal so als Beispiel.

7. „wo fand man in hamburg die gängeviertel“ In der Innenstadt, innerhalb der Wallanlagen, übelste Massenunterkünfte, in denen erbärmliche hygienische Zustände herrschten. Heute ist nur noch ein ganz kleiner Rest übrig, und auch der stand zeitweise vor dem Exitus.

8. „was ist kulinarisch gegen brühwürfel einzuwenden?“ Eigentlich nichts. Ist halt Convenience Food, das ist immer ein Problem, weil einem da die Souveränität der Zubereitung vorenthalten wird, aber, meine Güte, es sind Brühwurfel!

Kinder, demnächst wird alles anders. Bis dahin vielleicht noch: ein wenig Hipstersound?

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Taxi fahren, das ist für mich kleinen Bub vom Land immer schon mit Glamour behaftet. Taxi fährt man, wenn man keine Lust hat, auf den letzten Bus zu warten, vielleicht auch keine Zeit, wenn klar ist, ich setze mich jetzt auf diese Bank an der Haltestelle, und innerhalb von drei Minuten bin ich eingeschlafen, dann raubt man mich aus, und ich bleibe bis zum Morgen liegen, und dabei erkälte ich mich, besser, ich rufe ein Taxi. Taxi fährt man nicht, weil man es sich leisten kann, man kann es sich auch nicht leisten, man fährt Taxi, weil ohnehin alles egal ist, keine Ahnung, wieviel Geld man den Abend über in Getränke umgesetzt hatte, also geht die Fahrt auch noch, und wenn sie nicht mehr geht, weil man nur noch fünf Euro in der Tasche hat, dann fährt man eben soweit diese fünf Euro reichen. Außerdem, so ist es ja nicht, nehmen Taxis auch Karte. Dieses Gefühl: Ich könnte alles tun. Drogen nehmen, endlich. Mein bürgerliches Leben auf den Müll schmeißen. Überhaupt mein Leben aufgeben. Ein Containerschiff nach Südamerika besteigen und dort neu anfangen. Ein echtes Verbrechen begehen. Einen Menschen küssen, den ich nie zuvor gesehen habe und den ich nie wieder sehen werde. Für all das brauche ich kein Geld mehr, hier, nimm. Dieses Gefühl, das ist Taxi fahren. (Dort, wo ich herkomme, wurde praktisch nie mit dem Taxi gefahren. Weswegen auch.)

Anselm Lenz, ehemaliger Dramaturg am Schauspielhaus, Hamburger Nachtleben-Maskottchen in uebel & gefährlich und Golem, Autor zwischen Hamburg, Berlin und irgendwie auch Palermo, hat einen Film gedreht, gemeinsam mit Sarah Drath, Hendrik Sodenkamp, Yennj Rudloff und Jenia Bayat Mokhtari: „Taxi Altona“, entstanden aus einer Performance beim Kaltstart-Festival. Das Ganze erinnert an die bewundernswerte arte-Serie „Durch die Nacht mit …“: Acht beziehungsweise neun, naja, Szeneberühmtheiten steigen jeweils zu zweit in ein Taxi, cruisen durch Hamburg, reden darüber, was sie mit dieser Stadt verbindet, was sie hassen, was sie lieben, und was das über sie aussagt, und am Ende treffen sich alle in Erika’s Eck und essen Gulaschsuppe. Das heißt: Das Chick on Speed Melissa Logan geht mit dem Journalisten Andreas Hilmer in einen Stripclub, die Künstlerin (und in Hamburg unvermeidliche Gängeviertel-Aktivistin) Christine Ebeling hat sich mit Clubbetreiber und Schriftsteller Tino Hanekamp eigentlich nichts zu sagen, das aber ganz reizend, und in einer wunderbaren Szene wird der Schauspieler Antoine Monot jr. von Ex-Sterne-Keyboarder Richard von der Schulenburg in der Einöde stehengelassen. Das ist wunderbar, auch wenn die Tonqualität einen hin und wieder wünschen lässt, man hätte in früher Jugend ein paar weniger Hardrock-Konzerte mitgemacht, das ist aber vor allem eine Liebeserklärung. Ans Taxifahren. Ans Nachtleben. Und irgendwie auch an Hamburg, diese eigenartige Stadt, die sich blöde mit „Hamburg, meine Perle“- und „Schönste Stadt der Welt!“-Brustgeklopfe selbst feiert, in Wahrheit aber einerseits ein hässlicher Betonhaufen in öder Landschaft ist und andererseits einen Charme hat, den kein verhaspeltes Selbstlob auch nur in Ansätzen erfasst. (Eine Stadt, der ich mich jahrelang versperrt habe, bis sie mich plötzlich doch gekriegt hat, in einem Moment, in dem ich es ganz und gar nicht erwartet habe.)

Sympathisch an der „Taxi Altona“-Premiere im Hochbunkerclub uebel & gefährlich war übrigens, dass Taxifahrer umsonst rein kamen. Ganz großartig aber: dass einige Taxler dieses Angebot auch annahmen. Das sind so Momente, an denen man kapiert, wie offen die vordergründig unnahbare Kulturszene dieser Stadt eigentlich ist, allem Hipster-Bashing zum Trotz. Und dann fragt man sich: Ob es solch eine Offenheit wohl auch in, zum Beispiel: München gibt? Ja, das fragt man sich.

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Was bisher geschah: Seit zehn Jahren wird Berlin unaufhaltsam zur Kulturmetropole. Hamburg derweil setzt zunächst aufs falsche Pferd, und läuft kulturpolitisch Amok, als klar ist, dass das nichts mehr wird.

4. Auf verlorenem Posten
Es ist nicht alles schlecht. Bei der vorgezogenen Bürgerschaftswahl am 20.2.2011 wurde die personell wie inhaltlich ausgeblutete CDU mit 21,9 Prozent der Stimmen massiv abgestraft, stärkste Partei wurde mit 48,4 Prozent die SPD, die mit Olaf Scholz jetzt den Bürgermeister stellt. Der geschätzte Blogger kid37 weist mich in den Kommentaren darauf hin, dass ich in meiner Chronik des Niedergangs auf dem (halb-)linken Auge blind sei, „eine Klammer fehlt zu Voscherau und dem der CDU vorangegangenen SPD-Senat. Schon damals (…) wurde klar, wie sehr hier generell oft Weitblick und Visionen für die Kulturszene und eben Kreativwirtschaft fehlen“, da hat er zwar grundsätzlich recht (ich rette mich in die Entschuldigung, dass ich als erst 2001 zugezogener Quiddje das SPD-regierte Hamburg gar nicht kennen kann), nur: Olaf Scholz sehe ich seit Jahren immer mal wieder in Premieren und auf Vernissagen, seine beiden Vorgänger von der CDU sah ich dort nie.
Das mag noch nichts sagen, auch die Tatsache, dass die SPD mit einer absoluten Mehrheit regiert und so dem Risiko der Machtarroganz ausgesetzt ist, verheißt nichts Gutes. Aber immerhin, es scheint der politische Wille da zu sein, für Kulturpolitik richtig Geld in die Hand zu nehmen. Und mit der aus Wowereits Berlin eingekauften parteilosen Barbara Kisseler hat Hamburg endlich wieder eine Kultursenatorin, die im Gegensatz zu ihren Vorgängern erstens ein Standing in der Szene hat und zweitens ausreichend intellektuelle Schärfe. Ach, was hatten wir das vermisst.
Und es gibt, die vorangegangenen Artikel erweckten vielleicht einen falschen Eindruck, einige, die hier etwas vermissten. Die Hamburger Kulturszene hat durchaus wache Köpfe, die einen guten Job machen, Joachim Lux etwa hat aus dem unter Ulrich Khuon nach und nach etwas zu erfolgsverwöhnten Thalia Theater in kürzester Zeit einen ziemlich coolen Diskursraum gemacht und gleichzeitig eine ganz eigene Ästhetik der Angreifbarkeit und des Unfertigen entwickelt. Man mag Dirk Luckow vorwerfen, dass die Deichtorhallen seit Beginn seiner Intendanz vor allem mit arg leicht konsumierbaren Ausstellungen an der Grenze zum Populismus auffielen, dann muss man ihm allerdings auch zugestehen, dass diese Ausstellungen, seien das nun Gilbert & George (hier mein Ausstellungsbericht) oder die Sammlung von Julia Stoschek (hier), dass all diese Ausstellungen funktionierten. Zumal Luckow dazu noch die Mammutaufgabe wuppte, die hochkarätige Sammlung Falckenberg organisatorisch in die Deichtorhallen einzugliedern. Und, überhaupt, wer Pop ohne Populismus möchte, für den gibt es Florian Waldvogels Ausstellungsprogramm im Hamburger Kunstverein, diskursiv und politisch, mit Ausstellungen wie „Freedom of Speech“ (hier). Außerdem hat es Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard mit einer klugen Dramaturgie geschafft, das Zentrum für freies Theater trotz der Lage weit ab von der Innenstadt zu einem glühenden Nachtleben-Hotspot zu machen. Wobei gerade Kampnagel auch beweist, wie fragil dieser Erfolg ist: Der extrem erfolgreiche Leiter des Kampnagel-Sommerfestivals, Matthias von Hartz, der als hochanalytischer Kopf einen interessanten Reibungspunkt zum Bauchmenschen Deuflhard darstellte, wird Hamburg 2013 verlassen, Ziel: spielzeit’europa, das Theaterprogramm der Berliner Festspiele.
Dazu kommen natürlich Sorgenkinder, allen voran das Deutsche Schauspielhaus, das führungs- und vor allem visionslos dahintreibt, bang auf 2013 wartend, wenn Karin Beier vom Schauspiel Köln kommt, endlich die intendantenlose Zeit beendet (momentan verwaltet das Haus ein Kollektiv aus kaufmännischer Geschäftsführung und Dramaturgie) und wahrscheinlich der gesamten Belegschaft kündigt. Dann die Oper, wo Simone Young fast ausschließlich auf Kulinarik setzt und dabei jeglichen Entwicklungen im Regietheater, nein, nicht einmal hinterherläuft. Und schließlich die Kunsthalle, an der Hubertus Gaßner unter solchen Finanzproblemen ächzt, dass der Ausstellungsbetrieb kaum aufrechtzuerhalten ist, gleichzeitig aber auch keine Visionen entwickelt, wo er mit dem Museumskonglomerat eigentlich hinwollen würde, wäre denn ausreichend Geld da. Aber das sind Sorgenkinder, wie es sie in wahrscheinlich jeder größeren Stadt gibt. Damit könnte man leben.

Womit man aber kaum noch leben kann, das ist das Gefühl der halbwegs erfolgreichen Kulturmacher, nicht ohne Fortune zu kämpfen und dennoch auf verlorenem Posten zu stehen. Das Gefühl, in einer Stadt zu arbeiten, die sich zwar nach einer langen Durststrecke langsam wieder für Kultur zu engagieren scheint, im Grunde aber keinen Sinn für die Künste hat.
Symptomatisch ist der Zustand der erfolgreichsten kulturellen Initiative der vergangenen Jahre, der Besetzung des Gängeviertels: Die Künstler, die hier auf Verdrängung und Formierung des Stadtraums hinwiesen, haben vordergründig einen Sieg errungen, das Quartier wird nicht wie geplant abgerissen und für ein Büroprojekt verramscht. Aber längst sind die Verhandlungen über die weitere Nutzung festgefahren, das Interesse der Politik an einer künstlerischen Bespielung der Stadt geht wieder gegen Null.

Und das tut mir in der Seele weh: dass die Stadt, die ich doch mag, in der ich seit zehn Jahren doch gerne lebe, sich so überhaupt nicht interessiert. Für Kunst.

Mein Ausgehverhalten hat sich verändert, in den letzten Jahren. Zu Beginn meiner Hamburger Zeit bin ich viel in der Schanze unterwegs gewesen, im Saal 2, im Thier, im Zoe II, in dieser komischen Bar am Schulterblatt, die es schon lange nicht mehr gibt. Irgendetwas hat sich verändert, ich habe mich verändert, wahrscheinlich, auf jeden Fall ging ich schon länger nicht mehr hier aus. Was nicht schlimm ist, nein. Aber wenn ich jetzt über die Schanze gehe, dann stelle ich die Veränderungen, die hier ja wohl schleichend passierten, überdeutlich fest. Die Video-Gegensprechanlagen, die Modediscounter, die Stahltore an den Einfahrten, die Pub Crawls. Die Schanze erscheint mir heute so, wie mir der Prenzlauer Berg vor fünf Jahren schien: Eine Mischung aus überteuertem Amüsierviertel, schick renoviertem Wohnquartier, Touristenfalle und, immer noch, ein, zwei hübschen Straßenzügen, mit Bars, in die ich weiterhin gerne gehe, hin und wieder.

Und mittendrin steht, immer noch, die Rote Flora. Die Rote Flora ist eine Ruine, ein 1888 erbautes Theatergebäude, das Ende der 1980er zur Musicalabspielstätte umgebaut werden sollte, dann aber besetzt wurde und heute eine Art autonomes Kulturzentrum ist. Ein schöner Ort, in dem ich immer wieder reizende Konzerte und Clubabende erlebte, was mich natürlich ein Stück weit als Typen charakterisiert, den die Flora-Betreiber eigentlich gar nicht als Gast haben wollen: als Nutzer der Infrastruktur, der mit dem politischen Hintergrund der Flora wenig am Hut hat. Als Nutzer einer Dienstleistung, die so aussieht, dass mir Musik und Getränke zu einem mehr als fairen Preis angeboten werden.
Das stimmt zwar nicht, auf der einen Seite, weil ich natürlich mit den Zielen der Stadtaneignung durch klandestine Gruppen deutlich sympathisiere. Auf der anderen Seite stimmt es wohl, weil ich persönlich diese Ziele nicht lebe, weil ich Miete zahle und Parteien wähle, die sich zumindest nicht den radikalen Systemwandel auf die Fahnen geschrieben haben. Und weil ich in die Flora gehe, wenn dort Tocotronic spielen; wenn Tocotronic aber im Uebel & Gefährlich spielen, dann gehe ich dorthin. Ich bin wahllos, untreu, und Linksradikale leben in solchen Dingen einen Treuebgriff, den selbst Erzkatholiken nicht mehr auf die Ehe anwenden würden.

Und doch, und doch. Ich halte es für wichtig, dass es Orte wie die Flora gibt, Orte, die eine Gegenöffentlichkeit darstellen, Orte, die nicht leicht konsumierbar sind, Orte, die sich verweigern. Als vor knapp zwei Jahren Künstler das Gängeviertel besetzten und in einer Public-Relations-Meisterleistung selbst die bürgerliche Presse auf ihre Seite zogen, da ließ einem der Erfolg dieser Besetzung den Mund offen stehen. Aber es muss auch Orte geben, die nicht von den netten Besetzern von nebenan geführt werden, es muss Orte geben, bei denen die Tür zugeht, sobald die Presse anklopft. Es braucht Interviews, wie das, das von Matthias Rebaschus und Joachim Mischke vorgestern fürs Hamburger Abendblatt (Achtung, Abonnenten-Login) mit den Rote-Flora-Aktivisten Andreas Blechschmidt und Florin geführt wurde, und in dem die Beiden die Frage beantworten, was passieren würde, wenn Bürgermeister Olaf Scholz plötzlich vor der Tür stehen würde.

Florin: Es ist völlig klar, dass die Tür in dem Moment verschlossen bleiben würde. Für uns haben nicht nur private Investoren wie Herr Kretschmer an der Flora nichts verloren. Auch die Stadt ist für uns kein akzeptabler Kooperations- oder Verhandlungspartner. Was die städtische Politik gegenwärtig darstellt, ist Teil des Problems, zu dem wir einen Kontrapunkt schaffen wollen.
Blechschmidt: Herr Scholz ist für uns ein politischer Gegner, mit dem wir uns nicht auf ein Kaffeekränzchen zusammensetzen wollen.

Mich würde das auch treffen, klar. Wenn nämlich am Einlass rauskäme, dass ich Journalist bin, dann lassen sie mich sicher nicht rein, ich bin Presse, ich bin der Feind. Damit muss ich dann leben. Damit, dass es Institutionen gibt, die kein Bestandteil sein wollen, für die es keinen Grund zur Versöhnung gibt. Allerdings: Eine Stadt, in der solche Institutionen fehlen, in der möchte ich eigentlich nicht mehr länger wohnen.
Und deswegen sollte ich vielleicht wieder häufiger in der Schanze ausgehen.

Wenn ich Gefahr laufe, zum Positive-Thinking-Monster zu mutieren, wenn ich glaube, dass die Menschheit im Großen und Ganzen eigentlich schon ganz in Ordnung ist, dann lese ich Internetforen. Oder die Kommentare auf welt.de. Oder Politblogs ohne strikte Moderation. Und hinterher sind die Verhältnisse wieder gerade gerückt: Die Menschheit, das sind doch in erster Linie spießige, rechte, intolerante Arschlöcher.

In Hamburg fand vergangene Woche eine Aktion gegen Mietwucher statt: Demonstranten aus dem Recht-auf-Stadt-Umfeld enterten eine Wohnungsbesichtigung im Schanzenviertel und funktionierten diese zur „Fette-Mieten-Party“ um. Ich will gar nicht sagen, dass ich solche Aktionen uneingeschränkt toll finde, Spaßguerilla hat für mich immer auch einen Hintergrund von: muss man nicht so ernst nehmen, ist mehr Kunst als Politik, ist viel zu nett, ist zu Ende gedacht eigentlich systemstabilisierend. Andererseits: Immerhin macht mal jemand was.
Egal, die Aktion fand statt, und weil die Recht-auf-Stadt-Öffentlichkeitsarbeit auf Zack ist, gab es auch eine ganze Menge Medienaufmerksamkeit. Unter anderem Spiegel Online berichtete, wobei ich es aus journalistischer Sicht problematisch finde, dass diesen Bericht ausgerechnet Christoph Twickel schrieb, Twickel, der zwar einerseits ein profunder Kenner der Themen Gentrifizierung und Kultur des urbanen Raumes ist, auf der anderen Seite als einer der Väter von Not in our Name, Marke Hamburg leider auch alles andere als ein überparteilicher Beobachter ist. Nunja. Twickel auf jeden Fall berichtete, und der Bericht war gut, was will man mehr.

Andere Menschen. Andere Leser. Vor allem: andere Kommentatoren im SpOn-Forum:

135 Beiträge, and counting. Einer hasserfüllter als der andere, Marke: Der Markt wirds schon richten, und die langhaarigen Drecksäcke sollen besser ordentlich studieren anstatt im Szeneviertel von früh bis spät Party zu machen. „wieso bilden diese Leute sich ein, sie müssten billiger wohnen als andere Leute?“ (alle orthographischen Ungenauigkeiten: sic) schreibt „Europa“. „(…) wenn partout keine der machtnahen Parteien sich um dieses Thema kümmern will, muss das zum Studieren in die Big Bad City gekommene Bürgerfräulein halt auch mal zwei U-Bahnstationen weiter fahren, um in die „In“-Gegend zu kommen. Das wäre dann auch ein nachhaltig praktizierter Protest gegen den (gemeinten oder echten) Wucher; und „nachhaltig“ mögen wir ja“, meint „Wintermute“. „Anstelle sich ne billige Wohnung zu nehmen oder haerter zu arbeiten (ja … das geht auch) wollen sie top wohnen und das zum Minimalpreis. (…) Diese Billigkultur kotzt mich an. Wenn du was willst, musst Du dafuer arbeiten. Punkt!“ behauptet „Sitrom“. Und „na hoffentlich hatte jeder von den hipstern sein iPhone dabei und hat fleissig getwittert. rebellion ist schick!“ glaubt „Bobby Shaftoe“. So geht das immer weiter, zum Heulen.

Diese Menschen, das sind Widerlinge, misgünstig, hässlich und dumm. Ich will sie nicht sehen, ich will sie nicht haben. Ich will, dass sie weggehen. Ach.