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Falk Schreiber

Kulturjournalismus


Was heißt das: Kulturjournalismus?

Grundsätzlich: Nachdenken über Kultur als Kitt des großstädtischen Lebens. Bei mir in erster Linie über Theater und Bildende Kunst, manchmal auch über Alltagskultur, Kino, Pop, auch über Esskultur und Literatur. Was man so macht, wenn man in der Stadt lebt. Meistens wird aus diesem Nachdenken bei mir ein Artikel, in der Regel für Printmedien (wie das Hamburger Abendblatt, Theater heute oder die kulturnews), manchmal auch fürs Internet (wie die Nachtkritik oder ViereinhalbSätze). Hin und wieder sitze ich auch auf Bühnen und denke nach, bei Podiumsdiskussionen zum Beispiel im Hamburger Thalia Theater oder auf Kampnagel.


Und was unterscheidet dann einen Text von Falk Schreiber von anderem Kulturjournalismus?

Erstens: Ich kann durchaus stolz sein auf mein Wissen über die nationale und internationale Kulturszene, ich bin in der Lage, sehr schnell Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, ich kann analysieren, was an dem kulturellen Phänomen xy spezifisch ist.

Zweitens: Ich habe exzellente Kontake in Dramaturgien, Kulturverwaltungen, Chefetagen, zu Künstlerinnen und Künstlern.

Drittens: Ich beherrsche mein journalistisches Handwerk auf dem Effeff, ich arbeite zuverlässig, genau, fair, ich recherchiere gründlich, und ich bin in der Lage, auch unter Stress Zeitpläne zuverlässig einzuhalten. Zudem schreibe ich, wenn gewünscht, auf Zeile.

Viertens: Ich kann schreiben. Korrekt, überraschend, unkonventionell, dem Anlass angemessen.

Fünftens: Ich interessiere mich sehr für meine Sujets. Es macht mir Spaß, mich mit Kulturthemen zu beschäftigen. Und diesen Spaß liest man.


Und Werbung und PR macht Falk Schreiber auch, oder?

Nö.


Was muss ich machen, wenn ich möchte, dass Falk Schreiber solch einen Artikel für mein Medium schreibt?

Dann schicken Sie eine E-Mail, an falk.schreiber(at)gmx.net. Und wenn wir zueinander passen, dann mache ich das auch gerne.


Was heißt „zueinander passen“?

Wenn Sie sehen, wo ich ansonsten so veröffentliche, dann ergibt sich das mehr oder weniger von selbst. Grundsätzlich arbeite ich nicht für Medien, die sich in irgendeiner Weise rechts verorten. Wobei das nicht heißt, dass die Blattlinie zu 100 Prozent meine sein muss, aber Junge Freiheit oder Bild können sich die Mail schonmal sparen. Und ansonsten … Bestimmte Formen sind nicht meines. Ich schreibe Kritiken, Berichte, Analysen, Interviews, Porträts, Glossen, aber ich beschäftige mich in erster Linie mit ästhetischen Phänomenen. Wenn ich eine Künstlerin interviewe, dann, weil ich ihre Kunst über ihre Person verstehen möchte, das liegt im Zentrum meiner Arbeit. Heißt: Klassische Personality-Geschichten mache ich keine. Ein Medium der Yellow Press braucht also gar nicht wegen einer Homestory anzufragen, wir haben unterschiedliche Interessen.


Und was kostet das dann?

Das ist im Journalismus schwierig zu beziffern – die Journalistengewerkschaften haben Leitfäden für freie Arbeit rausgegeben (zum Beispiel als pdf unter diesem Link bei verdi), die ich halbwegs hilfreich finde. Als Grundlage kann man sagen, dass ich einen Stundenlohn von 100 Euro plus Spesen für meine Schreibarbeit ansetze, aber das ist tatsächlich ein Stück weit Verhandlungssache. Ob dieser Stundenlohn über eine Pauschalhonorierung erreicht wird, ein Zeilenhonorar oder tatsächlich mittels Stundenzählen, ist von Auftraggeber zu Auftraggeber unterschiedlich.


Spesen?

In der Regel Reisekosten. Also: Ich fahre Bahn, 2. Klasse, ich nutze eine Bahncard 25 (die ich meinen Kunden nicht berechne) und versuche, nach Möglichkeit, Spartickets zu buchen. Flüge vermeide ich, ein Auto besitze ich keines, und nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein Ort nicht per Bahn erreichbar sein sollte, behalte ich mir vor, einen Mietwagens zu nutzen. Hotels versuche ich, so niedrig wie vertretbar zu buchen.


Wir sind ein ganz winziges aber unterstützenswertes Pro-Bono-Unternehmen, unser Etat gibt solch ein Honorar einfach nicht her.

Dann sollten wir trotzdem mal miteinander reden. Vielleicht findet sich ja eine Lösung.


Unter welchen Bedingungen entstehen diese Artikel dann?

Unter möglichst politisch korrekten. Heißt: Ich nutze zu 100 Prozent Naturstrom, meine Finanzen laufen über die ökologisch orientierte GLS Bank, die Anreise zu meinen Recherchen erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, der Kaffee, den ich während meiner Arbeit trinke, ist Fairtrade. Wo dieses Prinzip an seine Grenzen stößt: Der Artikel, an dem meine Texte entstehen, ist ein Mac. Und das Telefon, mit dem ich am meisten kommuniziere, ein OnePlus. Immerhin ein altes Modell.