Ich schreibe zu wenig. Genauer: Ich blogge zu wenig. Ich war im Urlaub in Schottland, das ergibt in der Regel immer ein paar interessante Blogbetrachtungen, aber diesmal habe ich nichts geschrieben. Keine Lust. Ich verbrachte ein paar schöne Tage in der alten Heimat Ulm, ich habe spannende Ausstellungen gesehen, vielleicht hätte ich da was drüber schreiben können, aber, ach, ich konnte es auch bleiben lassen. Die Serie „Was mache ich hier eigentlich?“, in der ich meine Lohnarbeit dokumentiere und verlinke, habe ich ausgesetzt, Sommerloch, verständlich, aber mittlerweile haben wir Oktober, das Sommerloch ist geschlossen, längst sind umfangreiche, neue Artikel von mir erschienen, und ich habe trotzdem nichts dazu geschrieben. Gibt ja torial, da findet man den ganzen Kram auch.

Ich habe den Blogblues.

Vielleicht schreibe ich gerade beruflich ausreichend. Vielleicht erlebe ich gerade soviel im eigentlich längst abgeschriebenen Real Life, dass ich die Bandschublade stiefmütterlichst behandle. Vielleicht bin ich an eine Grenze gestoßen, vielleicht ist das Bloggen, das ich hier betreibe, auch nicht mehr als das, was ich im Hauptberuf mache: klassischer Kulturjournalismus plus Links. vielleicht brauche ich neue Formen, sowas, wie wir es manchmal auf Les Flâneurs ausprobieren: kollektiv verfasste Artikel. Vielleicht mache ich was neues, vielleicht ein Fotoblog, vielleicht lasse ich einen Tumblr hier reinlaufen. So wie es zuletzt war: interessiert es mich gerade leider gar nicht.

Diese Seite wird nicht sterben, sie legt sich nur mal ein wenig schlafen. Klar, ich zahle jährlich für das Webhosting, aber natürlich ist falkschreiber.com eine schicke Adresse, wenn man Falk Schreiber heißt, die gebe ich so schnell nicht auf, und so teuer sind die Gebühren auch nicht. Vielleicht finde ich ja mal eine Verwendung für die Seite, vielleicht passiert hier demnächst was ganz neues. Vielleicht werde ich erwachsen, und falkschreiber.com wird eine klassische Präsentationsseite, mit Foto im Anzug und so. Vielleicht überkommt es mich auch wieder, und ich mache so weiter wie bisher. Bis dahin: Lasst euch nicht nerven, wenn es hier so öde zugeht wie während der vergangenen Monate. Ihr müsst nicht täglich vorbeischauen, ihr könnt mir auf Twitter folgen oder mich (falls wir uns persönlich kennen) auf Facebook befreunden, dann erfahrt ihr, was abgeht.

Ansonsten: Erstmal Danke fürs Interesse.

1 Kommentar

  1. Phasen haben die schöne Eigenschaft, auch wieder vorbeizugehen. Wir geben also die Hoffnung nicht auf. Wenn das im Foto im Anzug kommt, bitte nicht den ausgestreckten Daumen nach oben vergessen!