11. April 2014 · Kommentare deaktiviert für Blogstöckchen: Fünf Buchvorsätze · Kategorien: Stoffe · Tags: , , , , ,

Ich bekam ein Blogstöckchen an den Hinterkopf geschmissen, von Johanna. Ich finde so was ja toll, Stöckchen, das ist noch toller als gutes Essen, noch toller als über die Welt als solche herzuziehen. Aber, ach!, es ist ein Literaturstöckchen!

Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach tagge 8 weitere Blogger und informiere diese darüber.

Dabei lese ich doch kaum noch! Ich gehe nur noch ins Theater und ins Kino, und manchmal gehe ich auf ein Konzert, ansonsten gucke ich Fernsehserien mit zwei Jahren Verspätung. Für Lesen ist da keine Zeit, tut mir leid. Andererseits, fünf Bücher, die ich gerne lesen würde, doch, da fällt mir schon was ein.

  • Saša Stanišić, Vor dem Fest. Ich habe noch gar kein ganzes Buch von Stanišić gelesen, auch das berühmte „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ nicht. Aber vor ein paar Jahren schrieb er mal eine monatliche Kolumne im uMag, und die fand ich immer ganz großartig (auch, ach was, gerade weil ich den Eindruck hatte, dass Stanišić mich immer eher doof fand). Und „Vor dem Fest“ klingt zumindest bezüglich des Inhalts, als ob mich das interessieren würde.
  • Thomas Meinecke, Jungfrau. Meinecke ist seit „Tomboy“ einer meiner liebsten Autoren. „Jungfrau“ habe ich 2008 irgendwie verpasst, und es jetzt noch nachzuholen, naja, ich lese ja kaum, entsprechend, wie soll ich das denn machen? Wird wohl noch lange auf meiner Wunschliste stehen.
  • Thomas Mann, Doktor Faustus. Yeah, Konvention! Ich stehe ja ziemlich auf Thomas Mann, in „Der Zauberberg“ etwa habe ich mich ein wenig in Clawdia Chauchat verliebt, so etwas passiert mir bei Literatur eher … selten. „Doktor Faustus“ ist so ein ewiger Wunsch, seit ich Teenager bin: Immer wieder angefangen, zu lesen, immer wieder toll gefunden, immer wieder abgebrochen, nach vierhundert, nach fünfhundert Seiten. Ich werde ihn nie zu Ende lesen.
  • Fjodor M. Dostojewski, Böse Geister. Ähnlich wie bei „Doktor Faustus“: Mir fehlt der lange Atem. Ich sah Ende der Neunziger Castorfs überbordende „Dämonen“-Inszenierung an der Volksbühne und war gesflasht, wurde in diese Familien-Welt-Erzählung eingesogen. Kurz darauf kaufte ich mir Swetlana Geiers 98er-Neuübersetzung von Dostojewskis Romanvorlage und las mich fest, hunderte Seiten lang. Bis ich den Roman beiseite legte. Schade.
  • Andreas Eikenroth, Die Schönheit des Scheiterns. Eine Graphic Novel, die in der Kulturszene meiner früheren Wahlheimat Gießen spielt. Die Wohngemeinschaften. Der Bahndamm. Der Neue Gießener Kunstverein. Die Licher Straße. Die schönen Kunststudentinnen. Die verlebten Typen. Das Stadttheater. Alles, was ich vorab aus dem Band gesehen habe, sagt mir: Falk, irgendwo in diesem Buch, bist auch du versteckt. Ich muss das lesen.

(Ich habe tatsächlich ausschließlich Männer genannt. Was sagt das jetzt über mich aus?)

Und jetzt soll ich noch acht weitere Blogger taggen? Och nö. Möge mir der Himmel auf den Kopf fallen, aber: Wenn wer diese Fragen beantworten möchte, dann – gerne.