12. August 2012 · Kommentare deaktiviert für In den Händen eines Geists · Kategorien: Bretter · Tags: , , , , ,

Man trägt Stereokopfhörer, durch die man neben Anweisungen auch Alltagsgeräusche hört – die einen freilich mehr verwirren als dass sie einem helfen würden. Und man trägt eine Brille, durch die man nur noch Schatten und Lichtwechsel erkennt, Lichtwechsel, die aber meist nichts mit der Umgebung zu tun haben, sondern von Mitarbeitern mittels Taschenlampen hergestellt werden. Mit anderen Worten: Man ist vollkommen desorientiert. Und man kann nicht anders als den Händen vertrauen, die einen kurz berühren, in eine bestimmte Richtung lenken, einen mit leichtem Druck auffordern, stehen zu bleiben.

Nachdem das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel mit einer Hafenkonzertrundfahrt verhältnismäßig ernüchternd begann, folgt jetzt eine Produktion, die mich versöhnt: „Symphony of a Missing Room“ von Lundahl & Seitl. Auf der Nachtkritik steht, wie ich es fand, jegliche Verantwortung abzugeben und mein Schicksal in Hände unsichtbarer Geister zu legen.